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Gesundheitswirtschaft lässt Jena wachsen

Gruppenfoto der europäischen Kooperationspartner der Projekts „4D-Cities – From Health to Wealth“

Wirtschaftsförderung diskutiert bei europäischem Dialog zur Gesundheitsbranche mit

(Jena/Tartu). Wie kann ein innovatives Gesundheitswesen das lokale Wirtschaftswachstum fördern?  Diese Frage erörterten diese Woche in Tartu (Estland) Vertreter von sieben europäischen Städten. Für Jena diskutierten der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung sowie Projektmanagerin Angelika Stenzel beim EU-Projekt „4D-Cities – From Health to Wealth“ (dt.: Von der Gesundheit zum Wohlstand) mit.

In Jena und in vielen anderen europäischen Städten sind die Unternehmen der Gesundheitsbranche wichtige Arbeitgeber. So beschäftigt das Universitätsklinikum die meisten Menschen in Jena. Der Bedarf an neuen Mitarbeitern – sowohl im medizinischen, als auch im Pflegebereich, sei entsprechend hoch. In Estland und in vorangegangenen Treffen hätte sich gezeigt, dass auch in der Gesundheitswirtschaft die entsprechenden Fachkräfte das „A und O“ des Erfolges und der Lebensqualität in Jena seien, so Röpke.

“Genauso wichtig sind die technischen Innovationen auf dem Gebiet“, schildert Wilfried Röpke seine Eindrücke aus Estland. So hätten die Partner aus dem niederländischen Eindhoven präsentiert, wie bei ihnen vor Ort IT-gestützte Pflege dafür sorgt, dass ältere Menschen länger zuhause in ihrer gewohnten Umgebung leben können, so der JenaWirtschaft-Chef.

Diese Anregungen und „best practice“-Beispiele nehmen alle beteiligten Akteure mit. In jeder Stadt bearbeitet dann eine eigene lokale Partner-Gruppe das Thema Gesundheitswirtschaft vor Ort. In Jena sind das neben Wirtschaftsförderung und Stadtverwaltung die Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, der Branchenverband medways, das Uniklinikum und der Pflegestützpunkt Jena sowie die Agentur für Arbeit. „Unsere gemeinsame Arbeit soll das Bewusstsein für die wirtschaftliche Bedeutung der Branche in Jena schärfen“, erklärt Wilfried Röpke. „Außerdem wollen wir Strategien erarbeiten, wie Jena auch zukünftig Fachkräfte in diesem wachsenden Wirtschaftsbereich anziehen kann“, benennt er die Ziele der Kooperation.

Die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sind nicht nur bedeutende regionale Arbeitgeber, sondern setzen auch wichtige Impulse für die lokale Wirtschaft. Die Städte profitieren unter anderem von innovativen Produkten, beispielsweise aus der Medizintechnik, in Form von Steuereinnahmen. Im EU-Projekt „From Health to Wealth“ werden diese Wechselbeziehungen beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei der Erfahrungsaustausch mit den anderen europäischen Projektpartnern. Neben Jena und der estnischen Stadt Tartu beteiligen sich die Städte Leeds (Großbritannien), Novara (Italien), Plunge (Litauen), Baia Sprie (Rumänien) und Eindhoven (Niederlande).

Bild: Gruppenfoto der europäischen Kooperationspartner der Projekts „4D-Cities – From Health to Wealth“

Hintergrund:

  • Jena ist seit März 2013 Partnerstadt im  europäischen Gemeinschaftsprojekt zur Gesundheitswirtschaft namens „URBACT-4D-Cities“
  • Das Projekt beschäftigt sich mit den positiven Einflüssen von Innovationen im Gesundheitswesen.
  • Vertreter der acht europäischen Städte untersuchen gemeinsam die Wechselwirkungen von vier verschiedenen regionalen Akteuren: die sogenannten ‚4 Drivers’, also Hochschulen bzw. Wissenschaft, das Gesundheitswesen, die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und die Bürgerschaft
  • Im Mai 2014 traf sich die europäische Arbeitsgruppe in Jena
  • Initiiert wurde die Zusammenarbeit von dem europäischen Austausch- und Lernprogramm URBACT, welches sich für nachhaltige Stadtentwicklung einsetzt. Mehr als 300 Städte aus 29 Ländern sind im URBACT-Netzwerk insgesamt vertreten.