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Aktueller Büromarktbericht zeigt Dynamik und Entwicklungstendenzen in Jena

v.l.: Patrick Werner (wiss. Mitarbeiter, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, FSU Jena), Barbara Heinze, (Teamleiterin Grundlagen der Stadtentwicklung, Stadt Jena), Prof. Dr. Sebastian Henn (Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, FSU Jena), Wilfried Röpke (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Jena), Denis Peisker (Dezernent für Stadtentwicklung & Umwelt, Stadt Jena) und Markus Henkenmeier (Projektleiter Wirtschaftsförderung Jena) präsentieren den Büromarktbericht 2017. Foto: JenaWirtschaft

Nach der erfolgreichen Erstauflage im vergangenen Jahr liegt nun der fortgeschriebene Bericht für den Jenaer Büroflächenmarkt vor. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Studie analysiert der Büromarktbericht dazu erneut den Jenaer Büroimmobilienmarkt hinsichtlich Bestand, Leerstand, Angebot, Nachfrage und auch allgemeinen Marktperspektiven. Erstmals können Tendenzen und Trends in der Büromarktentwicklung aufgezeigt und der Jenaer Immobilienmarkt ein Stück weit transparenter gemacht werden.

„Der Büromarktbericht liefert sowohl kommunalen Entscheidungsträgern als auch privaten Investoren eine wertvolle Informationsgrundlage für ihre Planungen. Wir erwarten in den nächsten Jahren eine weiterhin hohe Dynamik und starke Investitionstätigkeit und brauchen für eine gezielte Planung detaillierte und belastbare Kennziffern“, erklärt Wilfried Röpke, Geschäftsführer von JenaWirtschaft.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, weist der erfasste Büroflächenbestand mit einer Zuwachsquote von 5,4 Prozent gegenüber 2015 eine Gesamtfläche von 700.700 m² (Stand: 31.12.2016) auf. Der Leerstand beträgt nur noch 22.640 m² und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 2.390 m² zurückgegangen. Im Jahr 2016 beträgt die Leerstandquote somit 3,2 Prozent und ist gegenüber 2015 um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Wichtig für die Bedarfsplanungen sind auch Informationen, aus welchen Branchen die Unternehmen kommen, die viele Flächen nachfragen. Laut Bericht sind das vor allem die wissensintensiven Branchen. „Das sind die Kernbereiche Jenas“, erläutert Wilfried Röpke. „Damit wachsende Unternehmen am Standort bleiben und sich neue hier ansiedeln können, bedarf es attraktiver Büro- und Gewerbeflächen.“

Als Projektpartner holte sich die Jenaer Wirtschaftsförderung neben dem Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena auch das Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt, die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) sowie einen Experten-Arbeitskreis aus gewerblich relevanten Maklern mit ins Boot, um die ermittelten Daten gemeinsam zu interpretieren und auszuwerten.

„Mit der Fortschreibung der umfangreichen Ersterhebung können wir nun erste Entwicklungstendenzen analysieren“, erläutert Prof. Dr. Sebastian Henn, Direktor des Instituts für Geographie und Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsgeographie. „Wir sehen in einigen Büromarktzonen eine Leerstandsquote von 3 Prozent oder weniger. Das ist ein Indiz für eine – zumindest partielle – Unterversorgung des Marktes und den sich abzeichnenden Mangel an Reserve- bzw. Verfügungsflächen. Bei der anhaltenden Beschäftigungsdynamik ist daher auch in Zukunft auf eine ausreichende Flexibilitätsreserve in nachfragestarken Zonen zu achten“, so Prof. Henn weiter.

Dass sich die beständig hohe Nachfrage nach bedarfsgerechten, also modernen und repräsentativen Flächen auf die Stadtentwicklungsprojekte in der Stadt auswirkt, weiß auch der zuständige Dezernent Denis Peisker. „In der Stadt Jena sollen zahlreiche städtebauliche Vorhaben realisiert werden – zu den bedeutendsten gehören der Neubau des Campus der Friedrich-Schiller-Universität am Inselplatz sowie die Stadtentwicklungsprojekte auf dem Eichplatz und dem ehemaligen Universitätsklinikum im Bachstraßenareal in unmittelbarer City-Lage. Als Stadt unterstützen wir diese Entwicklungen, in dem wir die Rahmenbedingungen für Bau- bzw. Sanierungsvorhaben und damit auch für einen stabilen, dynamischen und zukunftsfähigen Büroimmobilienmarkt schaffen. Die bereits gefühlte gute Grundstimmung auf dem Büroflächenmarkt wird nun durch den Büromarktbericht bestätigt: die befragten Marktteilnehmer schätzen ihre Geschäftslage als durchweg positiv ein, “ fasst Stadtentwicklungsdezernent Peisker die Ergebnisse des Büromarktberichtes zusammen.

Der komplette Büromarktbericht kann als Printversion bei JenaWirtschaft bestellt sowie online eingesehen werden unter <link bueromarkt>www.jenawirtschaft.de/bueromarkt.