28. August 2026

Transformation gemeinsam gestalten: Fachkräfte und Standort im Fokus

Unternehmensbesuch bei Mercedes-Benz Auto-Scholz-AVS

Unternehmensbesuch bei Mercedes-Benz Auto-Scholz-AVS in Sulza-Jena

Ausbildung und Wohnraum: Fachkräfte am Standort halten

Wie gelingt die Transformation der Automobilbranche und welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen am Standort Jena, um auch künftig Fachkräfte zu gewinnen und auszubilden? Darüber sprachen JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke und Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche bei ihrem Unternehmensbesuch am 31. Juli mit Jesko Bauersachs, Geschäftsführer von Auto-Scholz-AVS.

Der Standort beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und ist zugleich ein wichtiger Ausbildungsbetrieb: Mitte August haben 31 junge Menschen ihre Ausbildung bei Auto-Scholz-AVS begonnen, davon 10 in Jena. Im Gespräch wurde deutlich: Neben praxisnah qualifizierten Fachkräften ist vor allem bezahlbarer Wohnraum entscheidend, damit Auszubildende und neue Beschäftigte nach Jena kommen und hier bleiben können. Bauersachs, der Auto-Scholz-AVS seit knapp 14 Jahren führt, begrüßte deshalb sowohl die konkreten Planungen zu einem Azubi-Wohnheim als auch die Nutzung des sogenannten Bau-Turbos zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Die Stadt Jena hat hierfür 2026 eigene Leitlinien beschlossen.

„Auto-Scholz-AVS zeigt, wie eng Transformation, Ausbildung und Standortbedingungen miteinander verbunden sind. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Unternehmen an konkreten Lösungen zu arbeiten – insbesondere bei Fachkräftegewinnung und Wohnraum“, fasst Wilfried Röpke zusammen.

Jesko Bauersachs, Geschäftsführer von Auto-Scholz-AVS (Mitte) gibt JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke (l.) und Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (r.) Einblicke in Themen rund um Transformation, Ausbildung und Standortbedingungen. Foto: JenaWirtschaft

Transformation gestalten

Gleichzeitig befindet sich das Autohaus mitten in der Transformation zur Elektromobilität. Die Ladeinfrastruktur an den Filialen wird schrittweise ausgebaut. Bei Planung und Umsetzung dieser erheblichen Investitionen arbeitet das Unternehmen eng mit den Stadtwerken Jena zusammen. Elektrische Antriebe gewinnen dabei nicht nur bei Pkw, sondern zunehmend auch bei Transportern und schweren Nutzfahrzeugen an Bedeutung. „Wir investieren in neue Antriebstechnologien, Ladeinfrastruktur und vor allem in unseren Nachwuchs“, so Bauersachs.

Verlässliche Rahmenbedingungen für anspruchsvolle Zeiten

Auch Auto-Scholz-AVS sieht sich mit den Herausforderungen des derzeit anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds konfrontiert, insbesondere mit gestiegenen Kosten im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig erweist sich die breit diversifizierte Geschäftsstruktur als stabilisierender Faktor: Die ausgewogene Kundenbasis aus Privat-, Gewerbe- und Flottenkunden, ergänzt durch Vermietung, Werkstatt- und Serviceleistungen sowie ein vielfältiges Angebot an Fahrzeugklassen, trägt dazu bei, konjunkturelle Schwankungen abzufedern.

Mit Blick auf diese Herausforderungen unterstrich Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche die Bedeutung verlässlicher Standortbedingungen: „Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Beschäftigte brauchen eine attraktive Stadt. Dazu gehören Arbeitsplätze ebenso wie bezahlbares Wohnen, eine gute Infrastruktur und starke öffentliche Einrichtungen.“

Symbolfoto eines Elektro-Autos an der Ladesäule

Kontakt

Porträtbild Marina Flämig, Leitung Standortmarketing, Wirtschaftsförderung Jena
Leitung Standortmarketing, Presseservice
Marina Flämig

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