04. Juni 2026

Die Zukunft fest im Blick

Unternehmensbesuch bei der Firma MACHTS

Austausch zu Wachstum, Fachkräften und Unternehmensentwicklung

„Immer nach vorn schauen“ lautet das Credo der Firma MACHTS. Dass dieser Grundsatz weit mehr als ein Unternehmensmotto ist, wurde beim Besuch von Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke, der Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Saale-Holzland-Kreis Manuela Vogt sowie Markus Seibt, Obermeister der Tischlerinnung Jena/Saale-Holzland-Kreis, schnell deutlich. Was als kleine Tischlerei begann, hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem vielseitigen Handwerksunternehmen entwickelt. Heute steht MACHTS für maßgeschneiderte Lösungen, nachhaltige Baukonzepte und die Überzeugung, dass Innovation und Handwerk hervorragend zusammenpassen.

Gruppenbild von sechs Personen
Geschaäftsführer Thomas Machts und Reno Hanschke (Mitte) gaben Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, Wilfried Röpke, Manuela Vogt sowie Markus Seibt (v.r.n.l.) einen positiven Blick in die Unternehmenszukunft

Produktion sichern und neu aufbauen

Zunächst sprachen die Teilnehmenden über den Brand, der die Produktion des Unternehmens vor wenigen Wochen vorübergehend beeinträchtigt hatte. Nach dem ersten Schock konnte MACHTS dank eines starken Netzwerks von Partnerunternehmen die Fertigung kurzfristig absichern und seine Kundinnen und Kunden weiterhin zuverlässig beliefern. Geschäftsführer Thomas Machts zeigte sich zuversichtlich, dass das Unternehmen die Abläufe in den kommenden Monaten Schritt für Schritt wieder vollständig aufbauen wird. In wenigen Wochen soll der Laden wieder öffnen. Das Bistro im oberen Stockwerk des Gebäudes ist bereits wieder hergerichtet und gibt täglich rund 100 frisch zubereitete Essen heraus.

Trotz der aktuellen Herausforderungen richtet MACHTS den Blick klar nach vorn. Mittelfristig kann sich das Unternehmen vorstellen, eine neue Produktionshalle zu errichten und damit weiter zu wachsen. Insgesamt ist das Thema Bauen natürlich von großen Herausforderungen geprägt. Laut Reno Hanschke von der Bauzentrale Jena ist es mittlerweile für viele Menschen zu teuer, Immobilien zu kaufen, zu bauen oder auch zu sanieren. Besonders die Neubaupreise seien „utopisch“. Hier versprach der Oberbürgermeister, sich beim Land für weitere Fördermittel für sozialen Wohnungsbau stark zu machen.

Unternehmensnachfolge als Herausforderung für das Handwerk

Ein weiteres Thema war die Unternehmensnachfolge. Thomas Machts betonte, wie wichtig es für viele Betriebe ist, rechtzeitig Nachfolgerinnen und Nachfolger zu finden. Der demografische Wandel sorgt auch hier für eine große Lücke im Generationenwechsel. Doch wer unternehmerische Verantwortung übernimmt, sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region. Relevant sind dabei auch Fördermöglichkeiten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, die für Nachfolgeprozesse genutzt werden können.

Handwerk bleibt Zukunftsbranche – zwischen Fachkräftemangel und Digitalisierung

Anschließend tauschten sich die Gesprächspartner darüber aus, wie Wohnungsbau und Gewerbeflächen trotz steigender Baukosten und hoher Grundstückspreise vorangebracht werden können. Einig waren sich alle Beteiligten, dass passgenaue Förderangebote entscheidend bleiben, um Wohnraum zu schaffen und Unternehmen Perspektiven zu bieten.

Außerdem ging es um die Zukunft des Handwerks. Manuela Vogt von der Kreishandwerkerschaft machte deutlich, dass die Branche ihre Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten noch stärker sichtbar machen muss. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, wie junge Menschen frühzeitig praxisnahe Einblicke in die vielseitigen Ausbildungsberufe des Handwerks sammeln können. Außerdem kündigte die Kreishandwerkerschaft an, die Idee eines Ausbildungsverbundes weiter zu prüfen. Dies könnte kleineren Betrieben die Ausbildung von Fachkräften erleichtern.

Denn der Fachkräfte-Bedarf bleibt trotz moderner Technologien hoch: Künstliche Intelligenz wird das Handwerk nach Einschätzung der Beteiligten künftig unterstützen, handwerkliches Können und praktische Erfahrung jedoch nicht ersetzen. Im Gegenteil: Handwerksberufe erfüllen die Grundbedürfnisse der Menschen und bilden damit eine wichtige berufliche Basis für ein gemeinsames Miteinander.

Gemeinsam Perspektiven für die Zukunft schaffen

Das Fazit unseres Besuchs fiel durchweg positiv aus: Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und den aktuellen Folgen des Brandes blickt die Firma MACHTS optimistisch in die Zukunft. Der offene Austausch machte deutlich, wie eng Unternehmen, Handwerk, Stadt und Wirtschaftsförderung zusammenarbeiten, um den Wirtschaftsstandort Jena weiter voranzubringen. Wir bedanken uns bei Thomas Machts, Reno Hanschke von der Bauzentrale Jena, Manuela Vogt und Markus Seibt für den angenehmen und offenen Austausch und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.

Kontakt

Porträtbild Marina Flämig, Leitung Standortmarketing, Wirtschaftsförderung Jena
Leitung Standortmarketing, Presseservice
Marina Flämig

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