Jena als Standort für digitale Souveränität und Cybersecurity
Unternehmensbesuch bei Enginsight
Cybersecurity „made in Jena“ – so lautet die Kurzformel für die Erfolgsgeschichte der Enginsight GmbH. Beim aktuellen Unternehmensbesuch am 27. Januar der Wirtschaftsförderung Jena gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche und Geschäftsführer Wilfried Röpke wurde deutlich, welche Rolle innovative IT-Unternehmen für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Standorts Jena spielen.
In intensiven Gesprächen mit den CEOs Mario Jandeck und Max Tarantik ging es um technologische Entwicklungen, Cybersecurity als Standortfaktor – und um die Frage, wie Rahmenbedingungen für wachstumsstarke Tech-Unternehmen verbessert werden können.
Von der Küche zum wachstumsstarken Cybersecurity-Software-Entwickler
Die Geschichte von Enginsight ist eine echte Jenaer Start-up-Erfolgsgeschichte:
Gegründet wurde das Unternehmen 2017 in einer Küche in der Mühlenstraße. Es folgten erste Wachstumsphasen im Technologie- und Innovationspark (TIP). In 2025 zog das Unternehmen in die 5. Etage des JenTowers. Heute beschäftigt Enginsight rund 80 Mitarbeitende deutschlandweit, davon ca. 30 dauerhaft am Standort Jena.
Das Unternehmen arbeitet inzwischen mit rund 400 Partnern und betreut etwa 700 Kunden in Deutschland, der DACH-Region und darüber hinaus. Jena ist dabei nicht nur Gründungsort, sondern zentraler Standort für Entwicklung, Innovation und Unternehmensidentität geblieben.

Cybersecurity für Unternehmen, Kommunen und kritische Infrastruktur
Enginsight positioniert sich klar als souveräne Cybersecurity-Plattform für Unternehmen, die IT-Sicherheit nicht als abstraktes Thema betrachten, sondern konkret umsetzen wollen. Die Standardlösung des Unternehmens ermöglicht es Organisationen, sich aktiv gegen Cyberbedrohungen zu verteidigen und digitale Risiken strukturiert zu managen – und das ohne klassische Cloudlösungen, sondern in einem souveränen Produkt.
„Cybersecurity ist wie eine Versicherung kaufen – ein Beitrag zur Resilienz des gesamten Unternehmens und der Sicherung der eigenen Lieferkette“, resümierte Max Tarantik vor Ort. Cybersecurity sei dabei ein klassisches Querschnittsthema.
Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Abhängigkeiten in digitalen Infrastrukturen wird deutlich, wie wichtig digitale Souveränität für Unternehmen, Kommunen und natürlich kritische Infrastruktur ist. Enginsight verfolgt dabei konsequent das Ziel, eine zukunftsfähige, unabhängige Sicherheitslösung „Made in Germany“ zu etablieren.
„Die Bedrohungslage im Cyberraum ist mehr als bedenklich. Während Unternehmen oft mit komplexen Regularien oder bürokratischen Anforderungen wie der Prüfung beweglicher elektronischer Geräte beschäftigt sind, bereiten Angreifer bereits die nächsten großflächigen Angriffe vor“, so CEO Mario Jandeck im Gespräch.
Rahmenbedingungen für Wachstum: Was Unternehmen brauchen
Im gemeinsamen Gespräch standen Standortfaktoren und Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Dabei wurden von den CEOs folgende Wünsche deutlich benannt:
- Digitale Verwaltung, die ermöglicht statt verhindert
- Leistungsfähige Infrastruktur – digital und verkehrlich
- Moderne Verkehrsanbindung, insbesondere ICE-Anbindung und Entlastung der Jenaer Verkehrsachsen Richtung Norden
- Moderate Gewerbesteuerhebesätze
- Praxisnahe Verwaltungsleitfäden statt Überregulierung
- Gute Bildungs- und Betreuungsangebote
- Attraktive Wohnangebote
- Ausreichend verfügbare Gewerbeflächen
Diese Themen spiegeln genau die Handlungsfelder wider, in denen Wirtschaftsförderung, Stadtverwaltung und Politik gemeinsam agieren müssen, um Jena langfristig als attraktiven Hightech- und Innovationsstandort zu sichern.
Jena als Standort für Zukunftstechnologien
Der Besuch bei Enginsight zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in Jenaer Technologieunternehmen steckt: Gründungskultur, Innovationskraft, internationale Vernetzung und regionale Verwurzelung gehen hier Hand in Hand.
Dr. Thomas Nitzsche, Wilfried Röpke und das Team der Wirtschaftsförderung Jena nahmen zahlreiche Impulse aus dem Austausch mit – für die Weiterentwicklung der Standortpolitik ebenso wie für konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen.
Jena bleibt damit ein Standort, an dem digitale Zukunft nicht nur gedacht, sondern gemacht wird.
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