25. August 2025

International im Einsatz: Biometrie „made in Jena“

Unternehmensbesuch bei DERMALOG JENETRIC

Auf die Finger geschaut: beim Unternehmensbesuch bei DERMALOG JENETRIC GmbH am Montag im Jenaer Wiesencenter standen die feinen Linien – Berge und Täler! – der Fingerkuppen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche hat JenaWirtschaft-Geschäftsführer Wilfried Röpke das innovative Biometrie-Unternehmen besucht.

Gruppe von fünf Männern
Dirk Morgeneier (2. v.l.) und seine Kollegen geben Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche (l.) und JenaWirtschaft-Gescäftsführer Wilfried Röpke Einblicke in die lokale Produktion der Scanner. Foto: JenaWirtschaft


Das 2014 gegründete Unternehmen hat sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Player im internationalen Biometriemarkt entwickelt. Mit innovativen Finger- und Handflächenscannern „Made in Jena“ beliefert DERMALOG JENETRIC Meldeämter, Grenzkontrollen und Passstellen weltweit. Der ehemalige Geschäftsführer und jetzige technische Leiter Dirk Morgeneier betonte im Gespräch: „Das Besondere an unseren Produkten ist die einfache und intuitive Handhabung. Beim Auflegen der Finger erhalten die Anwenderinnen und Anwender über die Displays ein unmittelbares Feedback, ob sie es richtig machen.“ Mit diesem patentierten Verfahren sei man Mitbewerbern ein großes Stück voraus.

DERMALOG JENETRIC: innovativ und weltweit erfolgreich

Stolz ist das Führungsduo – neben Morgeneier gehört auch Roberto Wolfer als kaufmännischer Leiter zum Führungsteam – auch auf die lokale Produktion ihrer Geräte. „Wir erhalten auch Komponenten aus Asien, aber unsere Scanner werden hier in Jena gefertigt.“

Große Hürden hatte das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit zu meistern, als es nach dem Weggang eines Venture Capital Gebers kurzzeitig Insolvenz anmelden musste. 2023 stieg daher das Hamburger Biometrie-Unternehmen DERMALOG und dessen Geschäftsführer Günther Mull mit ein.

Seitdem läuft das Geschäft. Trotz Herausforderungen wie die unklare US-Zollpolitik, internationale Zertifizierungsprozesse und regulatorische Hürden ist DERMALOG JENETRIC optimistisch. Das Know-How am Standort Jena spielt eine entscheidende Rolle, auch weil hier regionale Zulieferer und Partner eng eingebunden sind.

Beim Besuch vor Ort lobte Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche das Innovationsklima: „DERMALOG JENETRIC ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Jenaer Technologiefirmen mit Ideenreichtum, Durchhaltevermögen und internationaler Vernetzung Erfolge feiern. Solche Unternehmen stärken unseren Wirtschaftsstandort und machen Jena weltweit sichtbar.“

Detailansicht eines Fingerabdrucksensors
Vier Personen betrachten ein Messgerät

Kontakt

Porträtbild Marina Flämig, Leitung Standortmarketing, Wirtschaftsförderung Jena
Leitung Standortmarketing, Presseservice
Marina Flämig

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