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Coronahilfe

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020 | 10:50 Uhr

Jenaer Unternehmen erreichen uns bei allen Fragen
zu wirtschaftlichen Hilfen unter der

Hotline: 03641 – 87 30030

 

Die Wirtschaftsförderung Jena steht allen Jenaer Unternehmen als Ansprechpartner zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise zur Verfügung. Wir beantworten Ihre Fragen und vermitteln Ansprechpartner für weiterführende Hilfen und Unterstützungsangebote.

Sie können uns Ihre Anliegen und Fragen rund um das Thema wirtschaftliche Auswirkungen und Unterstützung in der Corona-Krise auch per E-Mail senden:

Wir versuchen, alle Anfragen schnellstmöglich zu bearbeiten. Konkrete Fragen zu aktuellen Verfügungen der Stadt beantworten die Kollegen und Kolleginnen der Stadtverwaltung Jena unter 03641 49 2222.

Leider kann JenaWirtschaft keine juristische Einzelfallberatung anbieten. Die rechtlichen Grundlagen aller Jenaer Maßnahmen finden Sie in der Übersicht der ALLGEMEINVERFÜGUNGEN DER STADT JENA



Allgemein

Wie ist die Lage derzeit in Jena - Aktuelle Infos der Stadt Jena

Aktuelle Informationen, Fallzahlen und Mitteilungen der Stadt Jena finden Sie hier jena.de/corona.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN




Soforthilfeprogramm "Corona 2020" / Nicht Rückzahlbare Zuschüsse

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, über das Klein- und Kleinstunternehmen, aber auch Freiberufler unbürokratisch und schnell eine Entschädigung in Form eines einmaligen, direkten Zuschusses erhalten können.

Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Unternehmensgröße und dem erlittenen Schaden:

  • Unternehmen mit bis zu fünf Arbeitnehmern: max.9.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu zehn Arbeitnehmern: max.15.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 25 Arbeitnehmern:  max. 20.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 50 Arbeitnehmern: max.30.000 Euro

Das Online-Antragsformular, wichtige Informationen zum Antragsverfahren sowie weitere Unterstützungsangebote finden Sie es auf der Webseite der Thüringer Aufbaubank (TAB)



Kurzarbeitergeld – wo und wie beantrage ich das?

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Dies muss vom Arbeitgeber beantragt werden.

Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird.

Die derzeitige Voraussetzung für die Zahlung von Kurzarbeitergeld ist, dass es sich um sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse handelt. Für Mini-Jobber wird nach derzeitigem Stand kein Kurzarbeitergeld gewährt.

Neue Regelungen zum Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März 2020

  • Wenn auf Grund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein könnten. Diese Schwelle liegt bisher bei 30 Prozent der Belegschaft.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes soll vollständig oder teilweise verzichtet werden können. Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und ins Minus gefahren werden.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, soll die Bundesagentur für Arbeit künftig vollständig erstatten. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Zeiten der Kurzarbeit stärker für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.

 

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld?

  1. Nehmen Sie Kontakt mit der zuständigen Agentur für Arbeit auf. Dort beantragen Sie als Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld. Dazu müssen Sie zunächst den anstehenden Arbeitsausfall anzeigen.

    Agentur für Arbeit Jena
    Kostenfreie Telefonnummer für Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
    Telefonsprechzeiten: Montag - Freitag | 8:00-18:00 Uhr
    Ansprechpartner vor Ort ist der Arbeitgeberservice Nord der Argentur für Arbeit Jena.

    Die Agentur für Arbeit Jena hat für alle Fragen zum Kurzarbeitergeld eine regionale Hotline für Unternehmen aus Jena, dem Saale-Holzland-Kreis und dem Saale-Orla-Kreis eingerichtet: 0361 – 3021612.
     
  2. Online-Antrag (vorherige Registrierung notwendig!)
     
  3. Die Agentur für Arbeit sendet alle relevanten Unterlagen (Antrag, Informationen, etc.) an das betroffene Unternehmen
     
  4. Unternehmen sendet die ausgefüllten Leistungsanträge und Formulare zurück an die Agentur für Arbeit
     
  5. Mitarbeiter aus dem Unternehmerservice der Agentur für Arbeit nehmen Kontakt mit den Unternehmen auf.
     

HINWEIS ZUM ANTRAG

  • Bevor Kurzarbeitergeld beantragt wird, muss im Vorfeld immer eine Anzeige durch den Arbeitgeber erfolgen. Im Beispiel: Für Unternehmen, die für den Monat März Kurzarbeitergeld beziehen möchten, muss die Anzeige bis zum 31.03.2020 der zuständigen Arbeitsagentur vorliegen. Der Antrag auf Auszahlung des Kurzarbeitergeldes kann im nachfolgenden Monat gestellt werden.
  • Gründe zum Arbeitsausfall – „CORONA“ allein reicht nicht:
    Im Antrag werden die Gründe für den Arbeitsausfall abgefragt. Allein das Wort „Corona“ ist nicht ausreichend. Hier sollte kurz und knapp die betriebliche Situation, beispielsweise zu ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Kunden, zu Lieferengpässen, oder zu behördlich angeordneten Schließungen geschildert werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

 

YOUTUBE TUTORIALS DER BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT

Ansprechpartner zum Thema Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld für Auszubildende

In bestimmten Fällen können auch Auszubildende Kurzarbeitergeld bekommen. Allerdings erst nach einem Arbeitsausfall von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen. Bis dahin bekommen sie die volle Ausbildungsvergütung.

In der Regel sind Auszubildende aber nicht von Kurzarbeit betroffen. Der Ausbildungsbetrieb muss versuchen, die Ausbildung weiter zu ermöglichen, indem er z.B. den Ausbildungsplan umstellt oder Auszubildende in einer anderen Abteilung unterbringt.

Wegen des Coronavirus haben viele Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn der Betrieb geschlossen werden muss. In so einem Fall ist Kurzarbeit auch eine Option für Auszubildende.

Kurzarbeitergeld kann außerdem ohne weiteres auch für Auszubildende gezahlt werden, die nach Abschluss ihrer Berufsausbildung eine versicherungspflichtige (befristete oder unbefristete) Beschäftigung bei demselben oder einem anderen Arbeitgeber aufnehmen

QUELLE

Thüringer Ausbildungszuschuss – Antrag möglich

Ab sofort können Unternehmen mit Lehrlingen bei der IHK den Ausbildungszuschuss des Landes beantragen. Mit dieser Förderung sollen Unternehmen unterstützt werden, die aufgrund von behördlich angeordneten Schließungen die Ausbildung der Lehrlinge unterbrechen mussten. Details und Antrag unter www.gera.ihk.de/azubizuschuss


Hintergrund: Da die Kurzarbeitsregelung bei den Auszubildenden erst nach sechs Wochen greift, müssen Unternehmen die Vergütung ihrer Azubis für diesen Zeitraum selbst tragen – trotz Betriebsschließung.


Liquiditätshilfen und Risikoentlastung

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus kann bei Liquiditätsproblemen auf Fördermöglichkeiten des Landes und des Bundes zurückgegriffen werden.

Am 13.03.2020 hat die Bundesregierung informiert, dass die bestehenden Bundesprogramme für Liquiditätshilfen ausgeweitet werden, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern und für mehr Unternehmen verfügbar zu machen.

Übersicht der Programme zur Liquiditätssicherung und Risikoentlastung

Eine Übersicht aller Programme zur Liquiditätssicherung und Risikoentlastung finden Sie auf der Website der Thüringer Aufbaubank:

Hotline der Thüringer Aufbaubank: 0800 534 56 76 (kostenfreie Beratung)
Servicezeiten: werktags 8.30 bis 18 Uhr (freitags bis 15 Uhr)

KfW-Kredite des Bundes/ der Länderinstitute zur finanziellen Unterstützung

Die Bundesregierung und die Landesregierungen unterstützen die deutsche Wirtschaft mit Sofortmaßnahmen, die Unternehmen und Selbständigen helfen sollen, durch die Krise zu kommen. Hilfskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Förderinstitute der Bundesländer können bei den Hausbanken beantragt werden. Dazu wurden die bestehenden KfW-Programme wegen der Corona-Pandemie erweitert. 
Für die KfW-Förderkredite werden folgende Unterlagen benötigt

  • Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen
  • Jahresabschlüsse / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2017 und 2018
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive Summen- und Saldenliste)
  • Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate
  • Selbstauskunft
  • Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters
     

Die Sparkasse Jena/ Saale-Holzland-Kreis hat ein Sofortprogramm gestartet. Damit können Firmenkunden Kredittilgungen vorübergehend aussetzen, vorhandene Kreditlinien ausweiten oder neue Kredite aufnehmen. Weitere Informationen sowie den Online-Antrag finden Sie auf der Webseite der Sparkasse Jena/ SHK.

Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Alle Infos auch auf der Webseite der KfW
 

Maßnahmen zur Steuererleichterung

HERABSETZUNG VON GEWERBESTEUERVORAUSZAHLUNGEN

Diese müssen primär durch die Finanzämter (nicht durch die Stadtverwaltung) angepasst werden, da vorhandene Festsetzungen für die Kommunen bindend sind. Dazu gibt es Corona-Erlasse der Finanzbehörden der Länder. Danach können "... nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige bis zum 31. Dezember 2020 Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen stellen."
In den Fällen, wo keine Festsetzungen durch die Finanzämter vorliegen, kann die Stadt Jena Vorauszahlungen festsetzen und anpassen. Dazu hält sich die Stadt ebenfalls an die o.g. Erlasse. Antragstellung bitte an Stadtverwaltung Jena, Team Gemeindesteuern, Kontaktdaten s.u.

STUNDUNG

Es besteht die Möglichkeit, die Fälligkeit von Gewerbesteuerzahlungen durch eine Stundung nach § 222 Abgabenordnung bis maximal auf den 31.12.2020 hinaus zu schieben (kürzere Dauer ist natürlich auch möglich).

Dazu nötig ist ein formloser schriftlicher Antrag mit folgendem Inhalt:

  •  Kassenzeichen
  •  kurze Darstellung, weshalb das Unternehmen unmittelbar und nicht nur unerheblich von der Corona-Krise betroffen ist

Antragstellung bitte an:

  •  Stadtverwaltung Jena | Team Gemeindesteuern | Am Anger 28 | 07743 Jena
  •  per E-Mail: gemeindesteuern@jena.de
  •  per Fax : 03641 49-3044

Die Stundung wird dann in der Regel zinslos und ohne die Abforderung von Sicherheitsleistungen gewährt. Einzelfallbezogene Prüfungen und Abweichung behält sich die Stadtverwaltung Jena vor. Es ist zu empfehlen, während dieses Zeitraumes – soweit es die wirtschaftliche Situation erlaubt – flexibel Einzahlungen auf den gestundeten Betrag zu leisten. Denn bei Nichtentrichtung der Beträge nach dem 31.12.2020 entstehen kraft Gesetzes Mahngebühren und Säumniszuschläge für die gestundeten Forderungen.

Beitragsstundungen Sozialbeiträge

Am 25.03.2020 gab der GKV Spitzenverband bekannt, dass es für Unternehmen und Selbständige unter bestimmten Bedingungen möglich ist, dass Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankengassen vorübergehend gestundet werden.


VORAUSSETZUNGEN UND NACHWEISE
 
Voraussetzung für den erleichterten Stundungszugang ist, dass die sofortige Einziehung der Beiträge ohne die Stundung trotz vorrangiger Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, Fördermitteln und/oder Krediten mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre; dies ist in geeigneter Weise darzulegen.
 
An den Nachweis sind den aktuellen Verhältnissen angemessene Anforderungen zu stellen. Eine glaubhafte Erklärung des Arbeitgebers, dass er erheblichen finanziellen
Schaden durch die Pandemie, beispielsweise in Form von erheblichen Umsatzeinbußen, erlitten hat, ist in aller Regel ausreichend.


KONKRETE UMSETZUNG

Auf Antrag des Arbeitgebers können die bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für die Ist-Monate März 2020 bis April 2020 gestundet werden. Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.

Der Antrag auf Stundung der Sozialversicherungsbeiträge ist formlos zu stellen. Eine Vorlage finden Sie unter anderem hier:

 

WEITERE LINKS

 


Wo finde ich branchenrelevante Hilfe und Unterstützung?

Je nach Branche bzw. Unternehmensgröße, stehen weitere konkrete Informationen zum Umgang mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie zur Verfügung. Wenn Sie Mitglied in einem Unternehmens-  oder Interessenverband sind, finden Sie weitere branchen-relevanten Informationen auf den entsprechenden Websiten. Bitte kontaktieren Sie für spezifische Fragen Ihre Interessenvertretungen und Berufsgenossenschaften.

Industrie und Handel

 

Handwerk

Aktuelle Informationen für Handwerksbetriebe der Handwerkskammer Thüringen

Einzelhandel

STATUS QUO

Die aktuell gültige Allgemeinverfügung der Stadt Jena finden Sie hier: 

 

KEINE SONDERNUTZUNGSGEBÜHR FÜR GESCHLOSSENE GESCHÄFTE UND EINRICHTUNGEN


DOWNLOADS


WEITERE INFORMATIONEN:

Gastronomie, Hotel, Tourismus

STATUS QUO

Die aktuell gültige Allgemeinverfügung der Stadt Jena finden Sie hier: 

KEINE SONDERNUTZUNGSGEBÜHR FÜR GESCHLOSSENE GESCHÄFTE UND EINRICHTUNGEN


KEINE GEBÜHREN FÜR AUSSENBESTUHLUNG

 

Die DEHOGA THÜRINGEN bündelt auf ihrer Seite verschiedene Vorlagen für Anschreiben, die Unternehmen nutzen können, um bspw. Banken, Berufsgenossenschaften, Finanzamt, GEMA, GEZ und weitere Akteure zu kontaktieren:

 

WEITERE LINKS

Veranstaltungswirtschaft

STATUS QUO

Die aktuell gültige Allgemeinverfügung der Stadt Jena finden Sie hier: 


WEITERE LINKS

Aktuelle Informationen des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren e.V.

High-Tech und Jenaer Branchenverbände

Selbständige, Einzel- und Kleinstunternehmen, Freelancer, Künstler, etc.

JenaWirtschaft rät allen Selbständigen, Einzel- und Kleinstunternehmer*innen und Freelancern, sich in Verbindung mit ihren jeweiligen Berufsverbänden zu setzen. So können die gemeinsamen Interessen, Herausforderungen und Fragenstellungen übergeordnet gebündelt sowie die wirtschaftliche Berücksichtigung mit der Landes- und Bundespolitik hinreichend untersetzt diskutiert werden.

 
ANSPRECHPARTNER FÜR DIE KREATIVWIRTSCHAFT:


Arbeitsrechtliche Auswirkungen und Arbeitsschutz

Antworten auf aktuelle Fragestellungen zum Thema arbeits- und sozialrechtliche Auswirkungen finden Sie im Q&A des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Folgende Fragen werden dort u.a. beantwortet:

 

Wie ist die Entgeltfortzahlung bei Betriebsstörung/ Betriebsschließung geregelt?

Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, aber er sie aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Dazu würden etwa Fälle zählen, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Die Arbeitnehmer behalten also in diesen Fällen ihren Entgeltanspruch, auch wenn sie nicht arbeiten können.

Hinweis: Für diese Konstellationen, in denen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können einzel- oder kollektivvertragliche Vereinbarungen Abweichendes regeln.

Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließung: Welche Regelungen gelten?

Ist bei der Schließung der Kita/Schule unter Berücksichtigung des Alters der Kinder eine Betreuung erforderlich, so müssen die Eltern zunächst alle zumutbaren Anstrengungen zu unternehmen, die Kinderbetreuung anderweitig sicherzustellen (z. B. Betreuung durch anderen Elternteil). Kann die erforderliche Kinderbetreuung auch dann nicht sichergestellt werden, dürfte in der Regel ein Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitnehmers bestehen, da die Leistungserfüllung unzumutbar sein dürfte (§ 275 Abs. 3 BGB). D. h. in diesen Fällen wird der Arbeitnehmer von der Pflicht der Leistungserbringung frei; es ist nicht zwingend erforderlich, Urlaub zu nehmen.

  • Quellen und weitere Informationen: BMAS
     

Zu beachten ist jedoch, dass bei einem Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitnehmers aus persönlichen Verhinderungsgründen nur unter engen Voraussetzungen ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts bestehen kann. In dieser Situation dürfte es hilfreich sein, zunächst das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales appelliert an alle Arbeitgeber, zusammen mit den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pragmatische Lösungen (z. B. Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten, etc.) zu vereinbaren, welche den Belangen der Familien und der Arbeitsfähigkeit der Betriebe und Einrichtungen Rechnung tragen.

  • Quellen und weitere Informationen: BMAS


Anträge auf Entschädigung aufgrund notwendiger Kinderbetreuung können beim Thüringer Landesverwaltungsamt gestellt werden.

 

Mein Mitar­beiter steht unter Quaran­täne und darf seine Wohnung wegen des Coro­na­virus nicht mehr verlas­sen. Wer zahlt sein Gehalt?

Wird für einen Mitarbeiter Quarantäne angeordnet, zahlt sein Arbeitgeber das Gehalt zunächst weiter. Und zwar unabhängig davon, ob die Quarantäne in der eigenen Wohnung oder an einem anderen Ort angeordnet wird. Nach § 56 Infektionsschutzgesetz kann sich der Arbeitgeber die Kosten beim Thüringer Landesverwaltungsamt erstatten lassen.

Nach § 56 Infektionsschutzgesetz hat der Mitarbeiter unter Quarantäne Anspruch auf eine Entschädigung. Diese bemisst sich nach dem ausgefallenen Entgelt. Der Arbeitgeber muss für die ersten sechs Wochen die Entschädigung auszahlen und erhält sie auf Antrag von der zuständigen Behörde zurück . Ab der siebten Woche erhalten die Betroffenen eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes direkt von der zuständigen Behörde.

Wichtig: In diesem Fall ist keine Kostenerstattung nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) bzw. über die Umlageversicherung U1 möglich.


Nach §§ 56 und 57 Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommensteuerbescheid. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne beim Thüringer Landesverwaltungsamt.

Zuständig für die Bearbeitung ist das Referat 500 des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Hier finden Sie aktuelle Hinweise:  https://www.thueringen.de/th3/tlvwa/ bzw.
https://www.thueringen.de/th3/tlvwa/wirtschaft/infrastrukturfoerderung/corona/index.aspx


Dort finden Sie auch die Antragsformulare für Arbeitgeber und Selbständige.

Rückfragen beantwortet das Landesverwaltungsamt montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr telefonisch unter 0361/573321469.


Wichtige Hotlines für Unternehmen

Thüringer Aufbaubank

Thüringer Wirtschaftsministerium bei der Thüringer Aufbaubank

  • Telefon: 0800 5345676

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz

  • Telefon: 0361 573815099

Thüringer Landesverwaltungsamt

Servicetelefon:

  • 0361 – 57 332 1469
  • Mo - Fr 09:00 bis 12:00 Uhr

 

Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus

  • Telefon: 0 30 18615 1515
  • Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Hotline zu Fördermaßnahmen

Bundesgesundheitsministerium

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums

  • Telefon: 030 346465100
  • Mo – Do 8:00 bis 18:00 Uhr, Fr 8:00 bis 12:00 Uhr

Arbeitsagentur

Unternehmerhotline der Bundesagentur

  • Telefon: 0800 45555 20

 

Beantragung von Kurzarbeitergeld: Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen: