2017-11-29

i-work Business Award zeichnet Salesforce und Navimatix aus

Uni Jena und JenaWirtschaft vergeben erstmals interkulturellen Unternehmenspreis

(Jena, 30.11.2017) Salesforce Deutschland und Navimatix heißen die Preisträger des ersten Wettbewerbs um den i-work Business Award. Beide Unternehmen hatten die Jury mit ihren Konzepten und Maßnahmen überzeugt, wie Mitarbeitende aus verschiedenen Kulturen und Nationen beispielhaft zusammenarbeiten können. Den Preis überreichte heute die Schirmherrin, Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner (Die Linke).

„Beide Firmen haben gezeigt, wie nach innen und außen eine weltoffene, international ausgerichtete Unternehmenskultur gelebt und von allen Teammitgliedern mitgetragen wird“, so Ministerin Werner in ihrer Laudatio. Die kulturelle Vielfalt werde von beiden Unternehmen als großer Mehrwert angesehen; beide Firmen verstehen sich als Quasi-Familie für ihre Mitarbeitenden.

Das internationale IT-Unternehmen Salesforce ist seit 2016 in Jena ansässig und hat weltweit 30.000 Mitarbeiter „Wir bei Salesforce wissen, dass Vielfalt und Integration auf allen Ebenen entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens sind. Eine breit aufgestellte Belegschaft ermöglicht es uns, auch künftig innovative Produkte zu entwickeln und unterstützt uns dabei, die besten Talente zu gewinnen und im Unternehmen zu halten. Letztendlich hilft sie uns dabei, unsere Kunden erfolgreicher zu machen“, erläutert Björn Leonhardt, Standortleiter bei Salesforce Jena.

Salesforce begleitet neue Teammitglieder von Beginn an bei ihrem Eingewöhnungsprozess. „Wir haben in unserem Mutterkonzern eine eigene Abteilung, die die Neueinsteiger in allen praktischen Bereichen unterstützt, wie beispielsweise bei der Wohnungssuche“, erzählt Björn Leonhardt. „Außerdem stehen persönliche Mentoren mit Rat und Tat zur Seite und machen die neuen Mitarbeiter mit dem Unternehmen, dem Team, den Prozessen und unseren Tools vertraut.“

„Außerhalb unseres Kerngeschäftes bestätigen unsere Mitarbeiter immer wieder, dass unser integriertes 1-1-1-Modell der Unternehmensphilanthropie einen entscheidenden Teil dazu beiträgt, Salesforce zu einem großartigen Arbeitgeber zu machen und unsere Mitarbeiter zusammenzuführen. Indem wir 1 Prozent der Zeit unserer Mitarbeiter, 1 Prozent unseres Eigenkapitals und 1 Prozent unserer Produkte für die Zwecke einsetzen, für die wir uns leidenschaftlich engagieren, fühlen sich die Menschen bei ihrer Arbeit wohl“, ergänzt der Standortleiter.

Wohl fühlen sich auch die Beschäftigten beim Jenaer IT-Unternehmen Navimatix. Die derzeit 28 Mitarbeitenden sprechen Deutsch und Englisch untereinander – nur eine von zahlreichen Methoden, neue Teammitglieder schnell in das Unternehmen einzubinden. Knapp ein Fünftel der Belegschaft kommt aus Ländern wie Bulgarien, Ägypten, der Ukraine oder dem Iran. „Wir begreifen uns als Familie“, erklärt Navimatix-Geschäftsführer Jan Rommeley, „und als solche unternehmen wir Ausflüge, gehen zum Yoga oder Wandern oder feiern auch nationale Feiertage gemeinsam.“ Dies schweiße das Team zusammen. Außerdem gebe es in der Firma einen Gebetsraum für alle Mitarbeitenden. Darüber hinaus legt Navimatix – im Übrigen eine Ausgründung der Friedrich-Schiller-Universität – großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kann damit bei seinen internationalen Beschäftigten punkten: „Wir überzeugen mit flexiblen Arbeitszeiten, Home-Office-Möglichkeiten und einem offenen Dialog zum Management“, so Rommeley. Die Firma bietet auch Praktika für Geflüchtete an und engagiert sich beim IT-Unterricht an Jenaer Schulen wie dem Zeiss-Gymnasium. Für die i-work-Jury ein überzeugendes Gesamtpaket.

Insgesamt sieben Unternehmen hatten sich um den Preis beworben und die Entscheidung sei tatsächlich schwer gefallen, so Jurymitglied und JenaWirtschaft-Chef Wilfried Röpke. „Alle Unternehmen – nicht nur aus dem IT-Bereich, sondern in allen Branchen – setzen ein breites Portfolio an interkulturellen und integrativen Maßnahmen für und mit ihren Beschäftigten um.“ Daher hätte sich die Jury – bestehend aus internationalen Mitarbeitenden sowie Vertretern des Landes, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Stadt Jena – auch entschieden, zwei Preise zu verleihen. „Schließlich stehen einem Großunternehmen ganz andere personelle und finanzielle Mittel, aber auch andere Firmenstrukturen zur Verfügung“, so Röpke. Diesem Unterschied sei mit der Verleihung des Preises in zwei Kategorien Rechnung getragen worden. Im nächsten Jahr soll der Wettbewerb fortgesetzt werden. Weitere Informationen: www.hith.uni-jena.de.

 

Hintergrund:

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH und die Friedrich-Schiller-Universität Jena verleihen im Rahmen des Projektes „HiTh–Hochqualifiziert. International. Thüringen.“ unter der Schirmherrschaft von Ministerin Heike Werner, Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, den i-work Business Award 2017. Das Projekt „HiTh–Hochqualifiziert. International. Thüringen.“ wird gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen in Jena und der Region, die mit innovativen Konzepten und Maßnahmen die interkulturelle Öffnung für internationale Fachkräfte in besonderer Weise und beispielgebend vorantreiben.

Der Preis wurde am 30. November 2017 im Rahmen der Jahressitzung der Jenaer Allianz für Fachkräfte (JAfF) verliehen. Die Jenaer Allianz für Fachkräfte ist ein Zusammenschluss von Akteuren der Kommune, Wirtschaft, Wissenschaft und der Bildungseinrichtungen aus Jena und der Region. Ziel ist die qualitative Fachkräfteentwicklung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Allianz wird durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH (JenaWirtschaft) koordiniert.

Folgende Unternehmen hatten sich beworben:

o   Alere Technologies GmbH

o   Globus Isserstedt

o   Intershop AG

o   LightTrans GmbH

o   Navimatix GmbH

o   Salesforce Deutschland GmbH

o   Uniklinikum Jena

Sie zeigen, wie die Chancen interkultureller Öffnung beispielgebend genutzt werden können: Markus Wille, Juliane Keune und Björn Leonhardt von Salesforce, Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner, sowie Steffen Späthe und Jan Rommeley von Navimatix (v.l.) Foto: JenaWirtschaft/Tina Peißker
 
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