Mit viel Sinn für`s Detail ...
1871 kostete das beste Mikroskop der Jenaer Firma Zeiss 127 Taler. Ein Jahr später musste man für das Spitzenmodell 387 Taler bezahlen. Für diesen Preissprung gab es einen guten Grund: Die neueren Modelle waren „sämtlich neuerdings auf Grund theoretischer Berechnung des Herrn Professor Abbe in Jena construiert“. An die Qualität dieser Mikroskope reichte kein Konkurrenzprodukt mehr heran. Trotz des hohen Preises verkauften sich die Systeme hervorragend, der Umsatz stieg und die Jenaer erkannten, dass reproduzierbare Präzision ein geschäftliches Erfolgsrezept ist.
Heute ist in Jena eine große Vielfalt von Unternehmen im Bereich Präzisionstechnik angesiedelt. Diese bieten verschiedenste Produkte und Leistungen von Mechanik, über Optik und Elektronik bis hin zur Elektrik, um die Reproduzierbarkeit technologischer Abläufe zu realisieren. Dabei sind theoretische Forschungen und Erkenntnisse – wie bei Abbe und Zeiß – Grundlagen für die praktische Anwendung und wirtschaftlichen Erfolg.
Viele Unternehmen in Jena stehen in der großen Traditionslinie der Optischen Technologien oder sind aus diesen hervorgegangen. Andere, neu entstandene Firmen steuern mit ihrem Leistungsspektrum zusätzlich gefragte Kompetenzen bei. Für Gerätebauer bedeutet dies, dass sie innerhalb der Stadtgrenzen viele notwendige Zulieferer finden, um ihre Produkte zu entwickeln, zu fertigen und unter dem Siegel „Made in Jena“ in alle Welt zu vertreiben. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Jenaer Netzwerke. Sie beschleunigen die Kontaktaufnahme zwischen verschiedenen Akteuren und bieten eine professionelle Plattform für Gespräche und gemeinsame Projekte.
In Jena hat die BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena” ihren Sitz. Sie vereint Firmen aus und um Jena, die in optischen, technischen, feinmechanischen oder daran angrenzenden Fachgebieten tätig sind. Die Fachgruppe fördert Kooperationen, organisiert Fachtagungen und Workshops und unterstützt die Vernetzung ihrer Mitglieder. Nicht zuletzt realisiert sie Marketing- Projekte, um das Leistungsspektrum der ansässigen Firmen überregional bekannt zu machen.
Hervorragend ausgebildete Fachkräfte finden die Unternehmen unter anderem an den beiden Hochschulen in Jena. Von der Friedrich-Schiller-Universität Jena kommen beispielsweise Absolventen des Institutes für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie und der Physikalisch-Astronomischen Fakultät. Die Fachhochschule Jena bietet z.B. mit dem Fachbereich SciTec, der Feinwerktechnik, Physikalische Technik und Werkstofftechnik vereinigt oder mit den Fachbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik begehrte Fachkräfte. Die in Jena ansässigen Berufsschulen und Weiterbildungsträger unterstützen die Unternehmen ebenfalls bei der Ausbildung künftiger Spezialisten.
Business activities on location …
In Jena bündeln sich Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen
der Präzisionstechnik. Unter anderem zählen dazu:
• Mechanikkonstruktion, Optikdesign, CAD, Software
• Electronic Design, Baugruppenfertigung und Montage, Chipdesign
und Opto-Elektronik, Leiterplattenfertigung
• Mikrotechnik, Mikro- und Nanopositionierung
• CNC-Fräsen, -Drehen, -Schleifen, und -Zerspannungstechnik,
Lasermaterialbearbeitung
• Antriebs- und Getriebetechnik, Servoantriebe, mechatronische
Systeme, piezoelektrische Antriebe
• Industrielackierungen, Nasslackieren, Pulverbeschichtung,
Galvanik, mechanische Oberflächenbehandlung
• Lineare und rotatorische Mess-Systeme
• Vakuum-Komponenten und Messtechnik
• Vorschaltgeräte, Transformatoren
• Formenbau, Kunststoffverarbeitung, Rapid Prototyping
• Füge-, Klebe- Schweißtechnik
• Werkzeugbau, Sondermaschinenbau, Musterbau
• Steuerungs- und Automatisierungstechnik
• Industriebeschriftungen wie Laserbeschriftungen, mechanisches Gravieren, Digitaldruck, Siebdruck
• Serienfertigung und Montage von elektronischen, optischen und mechanischen Baugruppen und Geräten
• Qualitätsmanagement, Mess- und Pru?ftechnik, Dokumentation
Branchenkampagne 2010
Mehr Informationen zur Branchenkampagne 2010 gibt es hier.









