Jena hat als "Lichtstadt" noch großes Entwicklungspotential
Das Eingansreferat von Wilfried Röpke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH fasste die Erfolge der Technologieregion Jena zusammen und skizzierte zukünftige Herausforderungen.
Die Gäste auf dem Podium, darunter Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena, Prof. Dr. Falk Lederer, Direktor des Instituts für Festkörpertheorie und -optik der FSU Jena, Dr. Dirk Rothweiler, Leiter der Sparte optische Systeme der Jenoptik AG, Kristian Philler, Entwickler des Namens "Lichtstadt", diskutieren gemeinsam mit dem Publikum in der vollbesetzten Rathausdiele.
Nach der zweistündigen Debatte waren sich die Teilnehmer sicher, dass Jena ein hervorragender Standort für Wirtschaft und Wissenschaft ist. Der aufgrund seiner Tradition, seiner bestehenden Netzwerke und der Erfolge der letzten 20 Jahre eine gesicherte Zukunft haben wird. Zahlreiche Nennungen in bundesweiten Studien kommen zu dem Schluss "die thüringische Universitätsstadt in idealer Weise die Ausbildung junger Fachkräfte mit beruflicher Perspektive und Lebensqualität kombiniert."
Im aktuellen Ranking des Wirtschaftsmagazin Capital hat sich Jena 2009 von Rang 41 auf 21 vorgeschoben. Hier wird das Entwicklungspotenzial bis zum Jahre 2013 hinsichtlich Kaufkraft, Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze und Bevölkerung bewertet.
Dennoch konnten Wünsche und Aufgaben für die Zukunft formuliert werden:
- eine schnelle Internetanbindung in allen Teilen der Stadt muss gewährleistet werden,
- die Sicherung einer schnellen Fernverkehrsverbindung auf dem Schienennetz ist dringend geboten,
- die Erschließung alle Wohngebiete durch den Jenaer Nahverkehr erhöht die Lebensqualität,
- dem Begriff der Lichtstadt sollte ein Konzept als Fundament der Kommunikation nach Innen und Außen folgen
- den Ortsteil Jena-Lobeda als Tor in die Stadt soll mithilfe einer optischen Attraktion ins richtige Licht gesetzt werden,
- die schrittweise Einführung der in Jena entwickelten Hochleistungs LEDs in den öffentlichen Raum als Kunstwerk und als Straßenlampe soll gefördert werden.
Das Forum war gleichzeitig Schlusspunkt des Aktionsjahres "Forschungsexpedition Deutschland" des BMBF. Von 10 Städten war Jena als einer der "Treffpunkte der Wissenschaft" mit dem Thema Zukunft Licht ausgewählt worden. Wir danken in diesem Zusammenhang der Robert-Bosch-Stiftung, die auch diese Veranstaltung mit unterstützt hat.
Die Moderation lag in den Händen von Lutz Prager von der OTZ und Gunnar Poschmann, JenaWirtschaft.
Fotoimpressionen:
Alle Fotos: Tino Zippel

















